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Gichin Funakoshi´s
goldene Regeln

Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem

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Japanische Kalligrafie „Karatedo“

Was ist Karate ?
Karate ist eine Kampfkunst, welche auch als Sport betrieben werden kann. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist auch der Kampf gegen die eigene körperliche und psychische Schwäche. Karate fordert den ganzen Menschen, seine Kraft, Disziplin und Ausdauer. Karate blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits chinesische Mönche um 500 n. Chr. begannen Kampfkünste zu entwickeln. Über Okinawa (eine japanische Insel) und dann über Japan kam das Karate zu uns nach Europa. Kara-te bedeutet wörtlich übersetzt "leere Hand", was bedeutet, dass im Karate der Kampf ohne Waffe trainiert wird.

 

Goju-Ryu Symbol

Goju-Ryu ist eine Stilart des Karate. Obwohl sich die Stilarten des Karate alle ähneln, unterscheiden sie sich doch auch in vielen wichtigen Bereichen. So werden bestimmte Techniken auf eine andere Art ausgeführt und bevorzugt angewandt. Im Goju-Ryu-Stil kommen z.B. zahlreiche Nahkampftechniken zum Einsatz.
Goju-Ryu bedeutet übersetzt „Hart-Weich-Stil„. Dies steht für die beiden verschiedenen Arten, wie eine Technik ausgeführt werden kann. Im Goju-Ryu Stil wird also Wert darauf gelegt, dass sowohl harte direkte Techniken (z.B. bei einem Schlag), als auch weiche, geschmeidige Techniken geübt werden (z.B. eine runde Abwehr, die die Energie des Gegners umleitet, ähnlich wie im Aikido) . Goju-Ryu ist eine der größten Stilarten in Deutschland. Andere Stilrichtungen sind z.B. Shotokan oder Wado-Ryu.

 

Obi

so wird der Gürtel genannt

Kyū (japanisch) bedeutet wörtlich Klasse, Schulklasse oder Rang.
Meistens wird der Begriff zur Bezeichnung der Schülergrade in japanischen Kampfkunst- und Kampfsportarten verwendet, wobei die Fortgeschrittenen- bzw. Meistergrade als Dan-Grade bezeichnet werden. Die Kyū-Grade werden mit abnehmender Nummer gesteigert, so dass der 1. Kyū der am weitesten fortgeschrittene und höchste Grad ist, der 2. Kyū der zweithöchste usw. Ein Anfänger hätte somit - abhängig von der Kampfkunst - den 10. Kyū und würde nach einer Prüfung zum 9. Kyū aufsteigen.
Im Karate werden die Kyū-und Dan-Grade durch farbige Gürtel gekennzeichnet. Dabei trägt jeder Neuling einen weißen Gürtel und die Fortgeschrittenen mit höheren Kyū-Graden erhalten nach bestandener Prüfung Gürtel festgelegter Farben. Abhängig von der Abstufung kann es ein gelber, oranger, grüner, blauer oder brauner Gürtel sein.

10. Kyu (weiß)
9. Kyu (weiß/gelb)
8. Kyu (gelb)
7. Kyu (orange)
6. Kyu (grün)
5. Kyu (blau)
4. Kyu (blau)
3. Kyu (braun)
2. Kyu (braun)
1. Kyu (braun)

Dan Die japanische Bezeichnung „Dan“ wird dabei als Synonym für das chinesische „Duan“ verwendet
Der getragene Gürtel ist ab dem 1. Dan schwarz.
In dem im Goju Ryu gebräuchlichen Graduierungssystem existieren 10 Kyū- und 10 Dan-Grade. Der 10. Kyū ist hierbei die unterste Stufe, der 10. Dan die höchste.

 

Kata

Kata-Ablauf

(japanisch), dt. Form, Stil, Haltung oder seltener für Vorschrift, Muster, Abdruck, Schablone) ist ein Begriff aus den japanischen Kampfkünsten und bezeichnet die stilisierte Form eines Kampfes gegen einen oder mehrere reale oder imaginäre Gegner, bei der Verteidigung, Angriffe und Gegenangriffe in festgelegter Abfolge und Ausführungsart geübt werden.

Das Training der Kata zwingt die Übenden, die immer gleiche Situation ohne (oder mit nur geringen) Abweichungen zu wiederholen. So werden bestimmte Grundprinzipien der Kampfkunst über einen langfristigen Prozess verinnerlicht. Kata dienen daher dem Zweck, die Essenz eines Stils zu konservieren und von einer Generation zur nächsten weiterzugeben, auch wenn andere Übungsformen von den Generationen verändert und an neue Anforderungen angepasst werden. Trotz dieses Gedankens ist zu beobachten, dass auch Kata mitunter geändert werden.
Die Anwendungsform einer partnerlos ausgeführten Kata mit einem Partner wird Bunkai genannt.
Kata werden auch in Wettkämpfen durchgeführt, bei denen die Darbietungen jeweils von Kampfrichtern bewertet werden.

 

Goju Ryu Kata

Gekisaidai Ichi und Gekisaidai Ni wurden von Mjyagi 1941 als Basiskatas geschaffen. In der Goju-Ryu-Gruppe von Ichikawa werden die Katas Gekisaidai und Gekisaisho unterrichtet. Die Kata Tensho stammt ebenfalls von Miyagi, nach seinen Nachforschungen der Wurzeln des Goju-Ryu in Südchina. Von der Kata Sanchin existieren zwei Versionen: eine ältere mit zwei eingebauten Drehungen und eine modifizierte, ebenfalls von Miyagi, mit reinem Vor- und Zurücklaufen. Die Kata Sanseiru ist in anderen Goju-Ryu-Gruppierungen zum Teil höher klassiert und zwar als Kata für Danträger. Die Katas Saifa und Seipai sind in Japan (JKF = Japan Karate Federation) als Turnierkatas für Vorausscheidungen in Wettbewerben standardisiert, ebenso die Katas Gekisaidai-Ichi und Gekisaidai-Ni für Anfänger. Die Katas Saifa, Seipai und Suparinpei sind im Weltverband (WUKO = World Union Karate Organization) reglementiert.
Die typischen Charakteristiken des Goju-Ryu sind die Gegensätze von hart und weich, die im Extremen in den Katas Sanchin (hart) und Tensho (weich) zum Tragen kommen. Die häufige Anwendung von kurzen, starken Faustschlägen und Nahkampftechniken. Der Wechsel zwischen stabilen, kraftvollen Stellungen (Sanchin dachi, Shiko dachi) und flexiblen
Stellungen (Nekoashi dachi), die schnelle und geschmeidige Nachfolgetechniken ermöglichen. Die Fusstechniken zielen nicht höher als zum Solar Plexus. Abwehrtechniken bestehen vorwiegend aus runden oder kreisenden Armbewegungen (z.B. Soto-uke, Kake-uke, Mawashi-uke). Chinesische Atemtechniken wie das Qi Gong spielen eine wichtige Rolle und sind sehr direkt in die Goju-Ryu Katas übernommen worden. Eine Kata fügt durch ihre Techniken die Elemente einer Stilrichtung zusammen. Es gibt hunderte von Katas, da nahezu jede Kampfkunst ihre eigenen Katas hat und auch jeder eigene Katas entwickeln kann.

 

Die 12 Kata des Goju Ryu Systems

Kata Name Bedeutung
Taikyoku Jodan
Taikyoku Chudan
Taikyoku Gedan
Anfänger Katas
Gekisai-Dai Ichi
Gekisai-Dai Ni
Geki=Angriff, Sai=block
Dai Ichi=der erste
Dai Ni=der zweite
Saifa Sai=Block, Fa=Burgmauer
„die Burgmauer brechen“
Seenchin Seen=anziehen, Chin=spannen
Shisochin Shi=vier, Sochin=dagegensetzen
„vier kämpfende Affen“
Kururunfa Kururun=beständig, Fa=Burg, Ha=brechen
„beständig brechen“
Sanseru San=3, Seru=6
„36 Formen: Sinnbild des Lebens“
Sesan Se=1, San=3
„13 Taten des Gwan Jü“
Sepai Se=1, Pai= 8
„18 Hände des Lo Han“
Suparimpei „108 guten und schlechten Eigenschaften
des Menschen“
Sanshin San=Drei, Chin=spannen
„drei mal spannen“
Tensho „drehende Hände“

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